Was in ganz Tirol gilt

Der praktische Ratgeber

Zwischen Buchung und Mitternacht liegen die Fragen, die kein Angebot beantwortet: Darf ich eigene Raketen mitbringen? Brauche ich eine Vignette? Was hat am 1. Januar offen?

Diese Seite sammelt, was überall in Tirol gilt — unabhängig davon, in welcher Region Sie buchen. Was je Region unterschiedlich ist, steht auf den Regionsseiten.

Der Punkt, an dem sich Gäste am häufigsten irren

Feuerwerk: was erlaubt ist und was nicht

Es gibt in Tirol zwei völlig verschiedene Dinge, die beide „Feuerwerk“ heißen — und nur eines davon dürfen Sie selbst.

Das offizielle Feuerwerk ist genehmigte Pyrotechnik, gezündet von Fachleuten. Ob eine Gemeinde eines veranstaltet, entscheidet sie selbst: Manche tun es, andere haben es abgeschafft, wieder andere ersetzen es durch Lichtinstallationen oder Showabfahrten. Verlassen Sie sich nie darauf, dass es eines gibt — fragen Sie im Quartier nach dem Programm.

Privates Feuerwerk ist eine Frage des Gesetzes. Nach § 38 des österreichischen Pyrotechnikgesetzes 2010 ist die Verwendung von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 — also der üblichen Silvesterraketen und -batterien — im Ortsgebiet verboten. Eine Ausnahme kann allein die Gemeinde per Verordnung zulassen, zeitlich befristet und nur, wenn keine unzumutbare Lärmbelastung zu erwarten ist. Verstöße sind Verwaltungsübertretungen und können mit Geldstrafen bis zu 3.600 Euro geahndet werden.

Dazu kommt das alpine Umfeld: trockene Wintervegetation, viel Holz in der Bausubstanz, Hanglagen und Wild in Winterruhe sind die Gründe, warum Tiroler Gemeinden hier zurückhaltend bleiben. Wunderkerzen der Kategorie F1 sind die unkritische Alternative — auch die nicht in Innenräumen und nicht an Holzfassaden.

Praktisch heißt das: Raketen gehören nicht ins Gepäck.

Vignette, Winterreifen, Ketten

Anreise mit dem Auto

Einkaufen, Taxi, Bargeld

31. Dezember und 1. Januar vor Ort

Zwei Stunden draußen sind kein Spaziergang

Kleidung und Höhenlage

Fackelwanderungen, Showabfahrten und Ortsfeiern finden draußen statt, und wer eine Stunde steht, friert anders als jemand, der geht.

Zur Höhe: Die Tiroler Orte liegen zwischen rund 500 und 1.600 Metern, die Skigebiete reichen bis über 3.000. Für die meisten Gäste ist das unproblematisch — wer kreislaufempfindlich ist, merkt die Höhe bei Anstrengung und Alkohol aber schneller als zu Hause. Am Anreisetag und in der Silvesternacht gilt: mehr Wasser, weniger Tempo.

Die Nummern, die zählen

Im Notfall

Der europäische Notruf ist die 112. In Österreich erreichen Sie zusätzlich die Rettung unter 144, die Bergrettung unter 140 und die Polizei unter 133.

Für Verlorenes aus der Silvesternacht: zuerst beim Lokal oder beim Quartier nachfragen, danach bei der Gemeinde melden. Österreichweite Fundmeldungen lassen sich über fundamt.gv.at abfragen.

Zum Jahreswechsel in Tirol

Häufige Fragen

Weiter: Hotels & Unterkünfte · Silvesterreisen · Ski über Silvester · Über diese Seite

Zuletzt geprüft: 14.09.2026. Rechtsangaben nach dem österreichischen Pyrotechnikgesetz 2010 und den Vorgaben zur Winterausrüstung; sie können sich ändern. Verbindlich sind die Auskünfte der jeweiligen Gemeinde und der Behörden.